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An diesen Krankheiten leiden die Österreicher

 

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Montag, 9. Dezember 2019 - Im Vorjahr wurden in Österreich mehr als 2,5 Millionen Aufenthalte in Akutkrankenanstalten verzeichnet. Häufigste Ursachen für einen Spitalsaufenthalt waren Tumore, gefolgt von Kreislauferkrankungen. Stark zugenommen hat in den vergangenen 30 Jahren die Zahl der Rehabilitationsaufenthalte. Rehabilitationspatienten sind heute im Durchschnitt zudem älter.

Warum Österreicher ins Spital oder in Rehabilitation gehen, hat die Statistik Austria ausgewertet. So wurden im Vorjahr einer aktuellen Studie zufolge 2,537.281 stationäre Aufenthalte in Akutkrankenanstalten gezählt.

2017 waren es 2,668.607 gewesen, was einem Rückgang um 4,9 % entspricht. Hauptgrund dafür ist ein 2017 eingeführtes neues Abrechnungsmodell, wodurch manche bisher als tagesklinisch erfasste Leistungen nun als „spitalsambulant“ gelten.

518.112 Fälle waren tagesklinische Aufenthalte mit Aufnahme und Entlassung am selben Kalendertag. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ist seit Anfang der 90er-Jahre von damals 11,0 auf 6,3 Tage im Jahr 2018 zurückgegangen. 40.246 Personen sind im Vorjahr während des Aufenthalts verstorben.

Die häufigsten Krankheiten

Sogenannte Neubildungen (bösartige und gutartige Tumore) waren für insgesamt 357.587 Aufenthalte verantwortlich. 115.735 davon waren tagesklinische Aufenthalte, bei denen es sich in 99.289 Fällen um die Behandlung einer Krebserkrankung handelte.

Die größte Anzahl vollstationärer Aufenthalte war durch Krankheiten des Kreislaufsystems verursacht. Von den 275.603 Aufenthalten waren 251.504 mit mindestens einer Übernachtung im Krankenhaus verbunden.

Bei insgesamt 263.825 Fällen waren Verletzungen und Vergiftungen Grund für einen Spitalsaufenthalt. Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes (241.135 Aufenthalte) sowie Krankheiten des Verdauungssystems (225.356 Fälle) folgen in der Häufigkeit.

Die häufigsten Todesursachen während Spitalsaufenthalten waren Krankheiten des Kreislaufsystems (10.783 Fälle), gefolgt von Neubildungen (9.637 Fälle) und Krankheiten des Atmungssystems (6.447 Fälle).

Medizinische Leistungen

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 2,702.221 stationäre Aufenthalte verzeichnet, dabei wurden 4,705.095 medizinische Leistungen erbracht. Etwas mehr als ein Viertel davon (1,279.080) waren operative Eingriffe.

Die häufigsten Operationen betrafen den Bewegungsapparat. Insgesamt 303.027 Eingriffe verteilten sich fast zu gleichen Teilen auf Männer und Frauen.

Geburtshilfliche Eingriffe sowie Operationen am Urogenitaltrakt (261.084 Fälle) lagen an zweiter Stelle, gefolgt von Operationen im Bereich der Augen und Augenhöhlen mit 171.377 Operationen. Letztere wurden allerdings zu mehr als drei Vierteln tagesklinisch durchgeführt.

Seit 2008 hat sich die Gesamtzahl der tagesklinisch erbrachten chirurgischen Eingriffe ohne stationären Aufenthalt von knapp mehr als 100.000 auf rund 275,000 erhöht.

Starke Zunahme von Rehabilitationsmaßnahmen

Rehabilitationsaufenthalte machten im Vorjahr 5,7 % aller stationären Aufenthalte aus. Dafür standen 79 Rehabilitationseinrichtungen zur Verfügung. Insgesamt wurden 154.493 Aufenthalte gezählt, wobei der Anteil der Männer (50,9 %) etwas höher war als jener der Frauen (49,1 %).

Seit Beginn der elektronischen Aufzeichnungen im Jahr 1989 ist die Zahl dieser Aufenthalte um 310 % gestiegen (1989: 37.682 Fälle). Gleichzeitig ist die Dauer eines durchschnittlichen Rehabilitationsaufenthalts deutlich zurückgegangen: von 27,9 auf 23,8 Tage.

Stark angestiegen ist auch das Alter der Patienten. Waren 1989 nur 19,9 % 65 Jahre oder älter, so waren dies 2018 bereits 40,3 %.

Gründe für die Rehabilitation

Häufigste Diagnose, die zu Rehabilitationsaufenthalten führt, sind Krankheiten des Bewegungsapparats mit 36,1 %. Frauen (31.599 Aufenthalte) sind davon stärker betroffen als Männer (24.149).

Genau umgekehrt ist die Situation bei Krankheiten des Kreislaufsystems. Von den 32.621 Aufenthalten (21,1 % aller Rehabilitationen) betrafen 21.597 Männer und nur 11.024 Frauen.

Verletzungen und Vergiftungen sind Grund für 11,9 % aller Rehabilitationen. In 6,4 % der Fälle sind Krebserkrankungen und in 6,0 % Krankheiten des Nervensystems Auslöser einer stationären Aufnahme in einer Rehabilitationseinrichtung.

In diesem Sinne wünschen wir herzlich: Bleiben Sie gesund; und fragen Sie Ihren Berater wegen der besten Absicherung für den Notfall!

 
 

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