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Meine Geldvorsätze fürs neue Jahr

 

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Montag, 4. Jänner 2021 – Auf Basis der Lektionen aus der aktuellen Zeit gibt der Österreichische Verband Financial Planners „Geld-Gebote“ an die Hand. Diese können dabei unterstützen, das Vermögen sicher durch das turbulente Fahrwasser der nächsten zwölf Monate und darüber hinaus zu navigieren.

Gerade in Krisen-Zeiten zeigt es sich, wie es um die eigenen Finanzen wirklich bestellt ist.

Der Österreichische Verband Financial Planners plädiert dafür, sich gerade in diesen turbulenten Zeiten proaktiv mit den eigenen Verantwortlichkeiten auseinanderzusetzen.

In diesem Sinne haben Petra Witzmann und Guido Küsters, beide Vorstandsmitglieder des Verbandes, vier Neujahrsvorsätze zusammengefasst, mithilfe derer Konsumenten sich in Geld-Angelegenheiten rüsten können.

Finanziellen Tatsachen ins Auge sehen

Im ersten Schritt lohnt es sich immer, Einnahmen und Ausgaben gegenüberzustellen, um herauszufinden, wo man den Sparstift ansetzen könnte.

Oftmals laufen Abos ungenutzt weiter, ohne dass man sich dessen bewusst ist. Aktuell könnte beispielsweise geprüft werden, ob Mitgliedschaften in Sportinstituten stillgelegt werden können.

Altbewährtes auf den Prüfstand stellen

Neben einem Check der eigenen finanziellen Leistungsfähigkeit lohnt es sich auch, langjährige Vereinbarungen auf den Prüfstand zu stellen und eventuell bessere Möglichkeiten auszuloten. So beispielsweise bei Kreditvereinbarungen.

Witzmann: „Es ist ratsam, jetzt die Höhe des Zinssatzes für bestehende Kreditvereinbarungen, wie Wohnung oder Haus, und die vereinbarten Konditionen zu kontrollieren. Aktuell sind die Zinssätze so günstig wie noch nie, und wer jetzt einen Fixzinssatz für einen längeren Zeitraum, wie fünf oder zehn Jahre, neu festlegt, profitiert. Idealerweise passiert dies bei der Bank, die den Kredit zur Verfügung stellt, und eine Zusatzvereinbarung diesbezüglich ist meist gratis oder nur mit geringen Mehrkosten verbunden.“

Ist dies nicht möglich oder attraktiv, kann eine Umschuldung zu einem anderen Institut in Betracht gezogen werden, da sich die Kosten für eine neue Kreditvereinbarung durch die Ersparnis beim günstigeren Zinssatz meist schon im ersten Jahr rechnen.

Vieldimensionale Vorsorge

Guido Küsters ist der Meinung, dass nun auch die richtige Zeit für einen Veranlagungscheck sei: „Viele Konsumenten machen sich Gedanken über ihre Möglichkeiten, sollten plötzlich unerwartete große Ausgaben anfallen. In diesem Fall lohnt es sich, kurzfristige Entnahmemöglichkeiten zu prüfen, indem Positionen in der persönlichen Bilanz identifiziert werden, die im Falle des Falles rasch versilbert werden können.“

Ähnlich bedeutsam ist es, die eigenen Nachlasspläne in Ordnung zu bringen und diese den Begünstigten und Verwaltern klar zu kommunizieren.

Die aktuelle Krise hat bei vielen Personen dazu geführt, die Bestimmungen in ihren Testamenten neu zu überdenken. Die Pläne wurden teilweise vor Jahrzehnten ausgearbeitet und die Umstände haben sich seitdem geändert. Je komplexer die Konstellation, desto höher der Beratungsbedarf.

Sich selbst der Nächste sein

„Die Gesundheit ist zwar nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“ – selten war der Aphorismus des Philosophen Arthur Schopenhauer so zutreffend wie im zurückliegenden Jahr. Finanzplanung bedeutet Lebensplanung und in diesem Sinne fällt darunter auch die Gesundheitsvorsorge.

Das ist ein wichtiges Zukunftsthema. Die Kosten im Gesundheitswesen steigen rapide und gleichzeitig wird durch den demografischen Wandel bzw. die Alterung der Gesellschaft intensivere ärztliche Versorgung benötigt.

Beratung ist auch in diesem Fall mehr als empfehlenswert, unter anderem da zumeist gesonderter Bedarf für Absicherung besteht, durch chronische Erkrankungen in der Familie oder aufgrund von berufsspezifischen Gesundheitsrisiken. Vor diesem Hintergrund gilt es auch, den eigenen Lebensabend im Auge zu behalten.

Konsumenten betonen in den meisten Umfragen, vor allem ein finanzielles Lebensziel zu haben – im Alter keine allzu großen Abstriche zu machen. Das ist laut Finanzplanerin Witzmann allerdings alles andere als leicht: „Um monatlich 1.000 Euro zusätzlich zur staatlichen Pension zur Verfügung zu haben, gilt es zuvor, ein Vermögen von rund einer halben Million aufzubauen. Auch wenn es sich hier um eine grobe Faustregel handelt, sollte die Höhe dieses Betrages jungen Menschen ein Anreiz sein, besser früher als später vorzusorgen. Menschen ab 50 hingegen sollten überlegen, das Risiko für einen entsprechenden Teil ihres Vermögens eher zurückzufahren.“

Nicht Mr./Mrs. Market spielen

Der Wirtschaftswissenschaftler Benjamin Graham prägte den Begriff von Mr. Market. Es handelt sich um den sogenannten Otto-Normal-Anleger, der anfällig ist für Panik, Euphorie und Apathie.

Mr. bzw. Mrs. Market trifft Entscheidungen auf der Grundlage von Emotionen und täglichen Kursschwankungen, vergisst aber das große Ganze.

„Es ist normal, dass man selbst immer einen anderen Bezug zum eigenen hart ersparten Geld hat. Aber genau aus diesem Grund ist es wichtig, einen externen, neutralen Berater hinzuzuziehen“, ist Witzmann überzeugt.

 
 

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