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Jeder vierte Getötete im Straßenverkehr war 2022 mit dem Fahrrad, E-Bike oder Motorrad unterwegs |
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Montag, 24. Juli 2023 – 3.882 Motorrad-Fahrende wurden 2022 auf Österreichs Straßen verletzt, 55 getötet. Weiters haben sich in Österreich vergangenes Jahr beim E-Biken, Fahrrad- oder E- Scooter-Fahren 10.871 Menschen verletzt, so die Zahlen der Verkehrsunfallstatistik. Zu den Hauptunfallursachen zählen vor allem Vorrangverletzungen, Rotlichtmissachtung, Ablenkung sowie die Missachtung von Ge- und Verboten. Sichtbarkeit und Erkennbarkeit besonders wichtig Zwei Drittel der Zweiradunfälle passieren mit einem Kollisionsgegner - im Speziellen mit Autos - deshalb, weil einspurige Fahrzeuge leichter übersehen werden. Die schmale Silhouette wird erst spät wahrgenommen, von größeren Verkehrsteilnehmenden verdeckt oder optisch von anderen Objekten überlagert. Lenker und Lenkerinnen von Fahrzeugen mit zwei Rädern können dazu beitragen, ihre Sichtbarkeit zu verbessern und ihr Verletzungsrisiko zu minimieren, z.B. durch kontrastreiche Kleidung, knallige Neon-Farben sowie die Nutzung von Reflektoren. Auch das vorausschauende Fahren kann Leben retten und die Sichtbarkeit erhöhen. „Man sollte auch den eigenen Versicherungsschutz überdenken. Freizeitunfälle werden nur durch eine private Unfallversicherung gedeckt, dies ist vielen nicht bewusst“, betont Mag. Christian Eltner, Generalsekretär des österreichischen Versicherungsverbandes VVO. Lebensrettende Ausrüstung und Schutzkleidung Neben einer funktionsfähigen technischen Ausstattung ist die richtige Schutzkleidung wichtig. Dazu gehört das Tragen eines Helms: 88 % der Kinder zwischen 0 und 11 Jahren tragen laut KFV-Standarderhebungen 2022 einen Helm beim Fahrradfahren (Helmpflicht). Die Älteren sind deutlich weniger konsequent: Nur 41 % tragen einen Helm beim Fahrradfahren, beim E-Bike-Fahren mittlerweile 59 %. „Hier herrscht noch Aufholbedarf. Ein Rad- oder Motorrad-Helm verhindert Schlimmeres bei Unfällen und sollte selbstverständlich beim Aufstieg auf Rad, E-Bike, Motorrad und Co. sein,“ so KFV-Direktor Mag. Christian Schimanofsky. Kurven, Kondition und Kraft: Richtige Einschätzung schützt Auch der Abstand zum Gegenverkehr kann falsch eingeschätzt werden, insbesondere von Motorrad-Fahrenden beim Kurvenfahren. Ellipsen-Bodenmarkierungen an vielen unübersichtlichen Linkskurven auf Österreichs Freilandstraßen sorgen nun seit fünf Jahren für mehr Sicherheit für Motorradfahrende: Sie erinnern die Fahrer und Fahrerinnen intuitiv daran, einen größeren Abstand zur Mittellinie einzuhalten, damit in der Linkskurve kein Überhang in den Gegenverkehr passiert und die gefahrene Kurvenlinie optimiert wird. Das vermindert das hohe Risiko einer Kollision mit dem Gegenverkehr deutlich und beugt schweren Verletzungen vor: Zwei Drittel der Motorradfahrenden waren danach im Kurvenbereich sicherer unterwegs. |