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KI hilft – Beratung bleibt persönlich |
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Montag, 19. Oktober 2026 – Mehr als ein Drittel der Österreicher nutzt KI, um Finanzbegriffe besser zu verstehen. Bei konkreten Entscheidungen bleibt das Vertrauen in persönliche Beratung jedoch deutlich größer, zeigt eine aktuelle Finanzvorsorgestudie. Für die Finanzvorsorgestudie 2026 wurden von Mai bis Juli 3.029 Personen zwischen 16 und 60 Jahren befragt. Ein Schwerpunkt lag auf der Frage, welche Rolle künstliche Intelligenz bei Finanzwissen, Vorsorge und finanziellen Entscheidungen inzwischen spielt. Am häufigsten wird KI genutzt, um Finanzbegriffe zu erklären: 36 Prozent der Befragten greifen dafür regelmäßig oder gelegentlich auf entsprechende Anwendungen zurück. Mehr als ein Viertel verwendet KI auch, um Anlageformen oder konkrete Finanzangebote zu vergleichen, Risiken einzuschätzen oder Entscheidungen vorzubereiten. Viele hinterfragen KI-Antworten Dabei zeigen sich die Befragten durchaus vorsichtig. 52 Prozent trauen sich zu, KI-Antworten zu Finanzthemen kritisch zu hinterfragen. 42 Prozent glauben, die richtigen Fragen stellen zu können, um hilfreiche Antworten zu erhalten. Nur jeweils rund ein Drittel meint allerdings, die Verlässlichkeit der gelieferten Informationen gut einschätzen zu können. Besonders häufig nutzen jüngere Menschen KI für Finanz- und Versicherungsthemen. Auch Männer greifen laut Studie häufiger darauf zurück als Frauen. Persönliche Beratung hat mehr Vertrauen Bei konkreten Empfehlungen schneidet der Mensch deutlich besser ab. Nur etwa jeder Zehnte hält KI für geeigneter, passende Finanz- oder Versicherungsprodukte zu empfehlen, Sicherheit bei Entscheidungen zu geben oder die persönliche finanzielle Situation zu berücksichtigen. Jeweils mehr als die Hälfte der Befragten schreibt diese Fähigkeiten eher einem persönlichen Berater zu. Am stärksten punktet KI beim schnellen Vergleich verschiedener Angebote: 29 Prozent halten sie darin für besser als einen Menschen, 35 Prozent bevorzugen auch hier die persönliche Beratung. KI eher als Ergänzung Die meisten Befragten sehen künstliche Intelligenz offenbar vor allem als Informationsquelle. 70 Prozent würden sich bei Altersvorsorge und Pensionsplanung nach einer KI-Recherche zusätzlich persönlich beraten lassen. Bei privaten Krankenversicherungen sind es 69 Prozent, bei Sachversicherungen 67 Prozent. „Nur ein geringer Anteil würde sich bei einer Entscheidung vollständig auf die KI verlassen“, erläuterte Studienleiterin Martina Zöchner bei der Präsentation. Treffen KI und persönlicher Berater unterschiedliche Empfehlungen, würden 44 Prozent eher dem Menschen folgen, neun Prozent der KI und 35 Prozent eine weitere Meinung einholen. |