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Kellereinbrüche nehmen zu

 

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Dienstag, 27. Oktober 2026 – In Österreich wird mittlerweile häufiger in Keller als in Wohnräume eingebrochen. Besonders begehrt sind Fahrräder, E-Bikes, E-Scooter und Werkzeug. Mit einfachen Sicherungsmaßnahmen lässt sich das Risiko deutlich reduzieren.

Laut einer KFV-Befragung gab es in neun Prozent der österreichischen Haushalte innerhalb eines Jahres einen Einbruch oder Einbruchsversuch. In 41 Prozent dieser Fälle waren Keller oder Garagen betroffen, in elf Prozent Kellerabteile in Mehrparteienhäusern. Wohnräume machten 40 Prozent der Fälle aus; Mehrfachnennungen waren möglich.

Auch die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt eine Verschiebung: Während Einbrüche und Einbruchsversuche in Wohnräumen zuletzt um rund zwei Prozent auf 6.828 Fälle zurückgingen, stiegen sie bei Kellern um acht Prozent auf 10.139 Fälle. Vor zehn Jahren war das Verhältnis noch umgekehrt.

Keller sind für Täter attraktiv

Ein Grund liegt laut KFV darin, dass das Entdeckungsrisiko in gemeinschaftlich genutzten Kellerräumen häufig geringer ist. Manche Täter meiden bewusst Wohnräume, weil sie eine Begegnung mit Bewohnern vermeiden wollen.

Besonders problematisch ist, dass Kellereinbrüche oft lange unbemerkt bleiben. Dadurch verstreicht wertvolle Zeit für Ermittlungen, und die Chancen, gestohlene Gegenstände wiederzubekommen, sind vergleichsweise gering.

Wertgegenstände besser anderswo lagern

Das KFV empfiehlt, teure Fahrräder, E-Bikes, E-Scooter oder hochwertiges Werkzeug nach Möglichkeit nicht im Keller aufzubewahren. Kellerabteile sollten zudem blickdicht gestaltet werden, damit von außen nicht erkennbar ist, was darin gelagert wird.

„Bitte lagern Sie in Ihrem Keller keine wertvollen Gegenstände, verwenden Sie statt kleinen Vorhängeschlössern in Kellerabteilen lieber hochwertige Sicherheitsschlösser und machen Sie Ihr Kellerabteil blickdicht“, empfiehlt Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV.

Zugänge konsequent versperren

Keller-, Haus- und Verbindungstüren sowie Kellerfenster sollten stets geschlossen und versperrt sein. Fahrräder und E-Bikes lassen sich zusätzlich mit einem hochwertigen Schloss an einem fest verankerten Gegenstand sichern. Bewegungsmelder können dunkle Zugänge ausleuchten, während Alarm- und Videoanlagen stabile Türen und gute Schlösser lediglich ergänzen.

Sinnvoll ist außerdem, Seriennummern wertvoller Gegenstände zu notieren, Fotos anzufertigen und Kaufbelege aufzubewahren. Das erleichtert nach einem Diebstahl sowohl die Fahndung als auch die Meldung an die Versicherung.

 
 

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