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Cyberrisiken werden zum Unternehmensrisiko

 

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Dienstag, 27. Oktober 2026 – Cyberkriminalität bleibt in Österreich auf hohem Niveau. Für Unternehmen können Angriffe weit über einen IT-Ausfall hinausreichen – von Datenverlust und Betriebsunterbrechungen bis zu finanziellen Schäden und Haftungsfragen.

2025 wurden in Österreich insgesamt 63.459 Cybercrime-Delikte angezeigt. Während manche Deliktsbereiche zurückgingen, nahmen Cyberangriffe im engeren Sinn zu. Gleichzeitig zeigen aktuelle Untersuchungen, dass besonders auch kleine und mittlere Betriebe zunehmend ins Visier geraten.

Typische Angriffe beginnen längst nicht immer mit einem technisch auffälligen Hackerangriff. Täuschend echte E-Mails, gefälschte Zahlungsaufforderungen oder KI-generierte Nachrichten vermeintlich bekannter Personen können ausreichen, um Zugangsdaten oder Geld zu erbeuten.

Wenn der Betrieb plötzlich stillsteht

Die Folgen eines Cyberangriffs können sehr unterschiedlich ausfallen. Werden Daten verschlüsselt oder Systeme lahmgelegt, kann der laufende Betrieb für Stunden oder Tage eingeschränkt sein. Hinzu kommen mögliche Kosten für IT-Forensik, Datenwiederherstellung, Rechtsberatung oder die Information betroffener Kunden.

Gerade Datensicherungen spielen dabei eine zentrale Rolle. Gut vorbereitete Unternehmen können nach einem Vorfall schneller weiterarbeiten und dadurch Schäden begrenzen. Empfohlen werden regelmäßige Backups, die nicht ausschließlich mit dem laufenden Firmennetz verbunden sind.

Neue Pflichten seit Oktober

Seit 1. Oktober 2026 gilt in Österreich das neue Netz- und Informationssystemsicherheitsgesetz NISG 2026. Rund 4.000 Unternehmen und Einrichtungen aus 18 gesellschaftlich relevanten Sektoren unterliegen dadurch verpflichtenden Sicherheitsmaßnahmen und Meldepflichten. Auch Lieferanten und Dienstleister können indirekt betroffen sein, weil Unternehmen die Cybersicherheit ihrer Lieferkette berücksichtigen müssen.

Zu den geforderten Maßnahmen gehören unter anderem Risikomanagement, Notfallplanung, Schulungen und klare Zuständigkeiten. Bei erheblichen Vorfällen gelten zudem kurze Meldefristen.

Versicherung ersetzt Prävention nicht

Eine Cyberversicherung kann je nach Vertrag finanzielle Folgen eines Angriffs abdecken und Zugang zu spezialisierten IT- und Krisenexperten bieten. Sie ersetzt jedoch keine technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen.

Entscheidend bleiben sichere Passwörter, Mehrfaktor-Authentifizierung, aktuelle Systeme, regelmäßige Backups und geschulte Mitarbeiter. Gerade für kleinere Unternehmen ist wichtig, Cyberrisiken nicht nur als IT-Thema zu betrachten. Ein erfolgreicher Angriff kann Produktion, Zahlungsverkehr, Kundenbeziehungen und letztlich die gesamte Geschäftstätigkeit treffen.

 
 

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