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Zahnarztkosten werden zur Hürde

 

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Dienstag, 27. Oktober 2026 – Vier von zehn Österreichern haben bereits eine Zahnbehandlung aus Kostengründen ausgelassen. Gleichzeitig achten 85 Prozent nach eigenen Angaben gewissenhaft auf ihre Zahnpflege. Das zeigt das Allianz-Gesundheitsbarometer 2026.

Für die repräsentative Studie wurden 1.600 Personen in Österreich befragt. 73 Prozent gehen mindestens einmal jährlich zur Kontrolle. 36 Prozent nennen die Vermeidung späterer Zahnprobleme als wichtigsten Grund für ihre Zahnpflege, weitere 26 Prozent ästhetische Motive.

Trotz dieses hohen Bewusstseins spielen die Kosten eine große Rolle. 47 Prozent nennen sie als wesentliches Hindernis für Behandlungen, während nur 19 Prozent Angst vor dem Eingriff selbst haben. 40 Prozent haben eine notwendige oder gewünschte Behandlung bereits ganz ausgelassen, 38 Prozent zumindest verschoben.

Kosten-Leistungs-Verhältnis wird kritisch gesehen

Die zahnmedizinische Versorgung insgesamt wird von 71 Prozent als sehr oder eher gut beurteilt. Besonders positiv wird die fachliche Kompetenz bewertet. Deutlich schlechter schneidet jedoch das Kosten-Leistungs-Verhältnis ab: Nur 28 Prozent beurteilen dieses positiv.

Hinzu kommt, dass viele nicht genau wissen, welche Kosten auf sie zukommen. Nur 36 Prozent fühlen sich über Behandlungskosten gut informiert. Ebenso viele geben an, die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung ausreichend zu kennen.

„Am Bewusstsein für gesunde Zähne fehlt es kaum – eher an der Möglichkeit, konsequent danach zu handeln“, sagt Jörg Hipp, CPO der Allianz Österreich.

Wissenslücken trotz guter Vorsorge

Auch beim Wissen über Zahngesundheit gibt es Lücken. 65 Prozent der Befragten wissen laut Studie nicht, dass Karies eine Infektionskrankheit ist. 49 Prozent ist nicht bekannt, dass Kariesbakterien auch mit anderen Erkrankungen in Zusammenhang stehen können.

Auffällig ist zudem ein Einkommenseffekt: In Haushalten mit einem monatlichen Einkommen bis 1.999 Euro geben 78 Prozent an, gewissenhaft auf ihre Zahnpflege zu achten. Bei Haushalten mit 5.000 bis 5.999 Euro sind es 92 Prozent.

Die Ergebnisse zeigen damit ein deutliches Spannungsfeld: Das Bewusstsein für Zahngesundheit ist hoch, finanzielle Hürden können aber dazu führen, dass Behandlungen nicht oder erst später durchgeführt werden.

 
 

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