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Mehr Verletzungen beim Kraftsport |
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Montag, 2. November 2026 – Immer mehr Menschen trainieren mit Gewichten, bei CrossFit, Hyrox oder anderen intensiven Trainingsformen. Mit dem Fitnessboom steigt aber auch die Zahl der Unfälle. Besonders häufig betroffen sind junge Menschen unter 30. Die Zahl der Mitglieder in österreichischen Fitness- und Gesundheitsanlagen ist von rund 1,13 Millionen im Jahr 2022 auf 1,35 Millionen im Jahr 2025 gestiegen. Parallel dazu nahm auch die Zahl der Verletzungen zu: Zwischen 2016 und 2019 wurden jährlich im Schnitt rund 2.000 Menschen nach Kraftsportunfällen im Spital behandelt, von 2022 bis 2025 waren es bereits rund 3.400. Das entspricht einem Anstieg von rund 70 Prozent. Junge besonders häufig betroffen 2025 waren 52 Prozent der Verletzten zwischen 15 und 29 Jahre alt. Den größten Anteil stellten die 20- bis 24-Jährigen mit 22 Prozent. Das KFV sieht einen möglichen Einfluss auch durch soziale Medien und Fitness-Influencer, die vor allem Jüngere zu häufigerem und intensiverem Training motivieren können. „Mehr Training bedeutet jedoch nicht automatisch mehr Fortschritt. Wer dem Körper zu wenig Zeit zur Erholung gibt, erhöht das Risiko für Überlastungen und Verletzungen“, erklärt Johanna Trauner-Karner, Leiterin des Bereichs Sport- und Freizeitsicherheit im KFV. Muskeln und Sehnen besonders gefährdet Mit rund 44 Prozent waren Muskel- und Sehnenverletzungen 2025 am häufigsten, gefolgt von Knochenbrüchen mit rund 41 Prozent. Besonders oft betroffen sind Hände und Füße sowie Schultern und Knie. Zu den Unfallursachen zählen Überlastung, falsche Bewegungsausführung, Stürze von Trainingsgeräten sowie nicht ausreichend gesicherte Gewichte. Gerade bei intensiven Gruppenworkouts wie CrossFit, Hyrox oder HIIT kann zusätzlich der Anreiz entstehen, mit anderen mitzuhalten. Wer bereits ermüdet ist, sollte Tempo oder Belastung reduzieren, weil komplexe Bewegungen dann schwerer kontrollierbar sind. Technik vor Gewicht Das KFV empfiehlt, neue Übungen zunächst mit moderater Belastung technisch sauber zu erlernen und Gewichte sowie Trainingsumfang nur schrittweise zu steigern. Aufwärmen, ausreichend Regeneration und das Anpassen des Trainingsplans an das eigene Fitnessniveau können ebenfalls helfen, Verletzungen zu vermeiden. Bei Schmerzen oder Schwindel sollte das Training abgebrochen werden. |